Fliesen Lexikon

Bauüblicher Untergrund
Formstabile mineralische Untergründe wie z.B. Beton (wenn ausgeschwunden) und diverse Putzuntergründe. Wenn ausgehärtet, muss der bauübliche Untergrund tragfähig, eben, fett- und staubfrei sein. Altanstriche sind zu entfernen.

Belags-Bewegungsfuge
Zusätzlich zur Dehnfuge auszuführende Fugen, die nur im Belag, einschließlich dem Verlegebett, auszuführen sind.

Betonwerkstein (Terrazzoplatten)
Frostbeständige Platten für innen und außen.

Cotto
Eine fast immer unglasierte Ziegelfliese für den Boden im Innenbereich, die nach dem Verlegen mit speziellem Wachs behandelt wird.

Dehnfuge
Fugen zur Aufnahme von Formänderungen, die durch thermische, schalltechnische oder konstruktiv bedingte Belastungen auftreten.

Dickbettverfahren
Im Gegensatz zum heute gängigen Dünnbettverfahren wird beim Dickbettverfahren direkt in einer Mörtelschicht verlegt. Diese Methode erfordert viel Übung und eine Ausführung durch den Fachmann.

Dispersionsklebestoff
Gemisch aus Wasser, Bindemitteln und Füllstoffen, das – nach Verdunsten des Wassers – erhärtet (ausgetrocknet).

Dünnbettverfahren
Beim Dünnbettverfahren werden speziell dafür vorgesehenen Fliesenkleber in einer dünnen Schicht aufgezogen werden und nicht mehr im Mörtelbett verlegt. Das Dünnbettverfahren ist heute die übliche Verlegemethode geworden und bietet vor allem für Heimwerker viele Vorteile.

Fliesen = Steingut
Feinkeramische Platten mit oder ohne Glasur für Innenwände.

Feinklinkerplatten, Mosaik = Steinzeug
Frostbeständige und mechanisch hochbelastbare Platten für Wand und Boden, innen und außen verwendbar.

Feinsteinzeug
Kaum wasseraufnahmefähige (unter 0,1 % Klasse A1, B1) Platten, die meist nicht glasiert sind. Als Bodenbelag für innen und außen.

Fußbodenheizung
Niedertemperatur-Fußbodenheizungen auf denen Fliesen verlegt werden können.

Grobkeramik wie z.B. Spalt = Steinzeug
Frostbeständiger und mechanisch hochbelastbarer Wand- und Bodenbelag für innen und außen.

Ichse
Innenecke zwischen zwei Wänden.

Klebemörtel auf Zementbasis
Festigung des Mörtels durch chemische Reaktion des Zements mit dem Anmischwasser (dauert ca. 28 Tage).

Korrigierzeit
Zeit, innerhalb der die verlegte Fliese noch korrigiert werden kann.

Natursteinplatten
In diese Gruppe gehören z.B. Marmor, Solnhofer-Platten etc. Für Wand und Boden im Innenbereich.

Mechanische Belastung
Einwirkung von außergewöhnlichen, ungleichmäßigen Gewichtsbelastungen oder ähnlichem auf dem Fliesenbelag.

Oberflächenhärte der Fliesen
Die Oberflächenqualität glasierter Fliesen (Steingut und Steinzeug) wird anhand einer Klassifizierung von 2 bis 4 gemessen:

2 = weich
Die Glasur kann leicht beschädigt werden. Diese Fliese ist für Wandflächen geeignet.

3 und 4 = hart
Die Glasur wird durch hohe mechanische Belastung nicht beschädigt. Diese Fliese ist für Bodenflächen geeignet.

Offenzeit
Jene Zeitspanne, in der auf einem bereits aufgetragenen Klebemörtel noch die erforderliche Haftung vor der Hautbildung erzielt wird (von Zeit zu Zeit kontrollieren).

Rastzeit
In der Regel ca. 5 Minuten. Damit haben die chemischen Zusätze des Klebemörtels Zeit, im Anmischwasser gelöst zu werden.

Schwinden des Beton oder Mörtels
Der nicht chemisch gebundene Teil des Anmischwassers muss verdunsten, wodurch ein Schrumpfen (Schwinden) des Betons entsteht. (Der Zeitverlauf ist von der Dicke des Baukörpers und der Außentemperatur abhängig). Nur auf ausgeschwundenem Beton ist das Fliesenlegen möglich.

Thermische Belastung
Einwirkung von großen Temperaturunterschieden auf dem Belag.

Topfzeit
Jene Zeitspanne, in der der angemischte Klebemörtel noch verarbeitungsfähig ist.